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Billige Kameras gehen häufiger kaputt

Wer sich eine Digitalkamera kauft, geht davon aus, dass sie ein paar Jahre hält. Trotzdem gibt es immer wieder Kameras, die einfach so kaputt gehen. Welche Kameras am häufigsten ausfallen und wieviele Kameras überhaupt betroffen sind, hat die amerikanische Versicherungsgesellschaft Squaretrade kürzlich herausgefunden.

Insgesamt wurden dabei rund 60.000 kompakte Digitalkameras über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren erfasst. Für digitale Spiegelreflexkameras war die Studie noch nicht aussagekräftig genug. Das Ergebnis ist in der Gesamtheit nicht wirklich überraschend, aber dennoch sehr interessant. So gehen preiswerte Kameras erheblich häufiger kaputt, als teurere. Rund 7% der Kameras in der Preisregion bis 240 € geben nach spätestens zwei Jahren den Geist auf. Bei doppelt so teuren Kameras ist die Ausfallquote dann auch nur noch fast die Hälfe, nämlich 4%.

Aber viel interessanter ist, wie oft Kameras bestimmter Hersteller ausfallen. Dabei wurden für die folgende Tabelle überwiegend Markenhersteller und deren kompakte Kameras in der Preisregion bis 240 € berücksichtigt.

Die Kameras von Panasonic zeigen hier die wenigsten Ausfallerscheinungen. Fujifilm, Olympus, Sony und Canon liegen mit rund 6% auf dem zweiten Platz. Kodak, Nikon und Pentax (vielleicht gerade noch so) teilen sich den dritten Platz. Aber ganz abgeschlagen sind Polaroid mit rund 12% und Casio mit 13% Ausfallhäufigkeit.

Etwas anders ist die Verteilung bei den Kompaktkameras bis 400 €:

Während die Ausfallquote bei Panasonic (1,9%), Nikon (3,1%), Sony (3,6%) und Olympus (4,2%) und deren teureren Kameramodellen sehr stark rückläufig ist, zeigt Canon mit 6,2% durch die Bank weg die selbe Ausfallquote wie bei den preiswerten Kameras.

Dennoch sollten Sie sich nicht durch die Zahlen verunsichern lassen, denn eine Ausfallrate von beispielsweise 4% heißt, dass 96% der Kameras nach zwei Jahren noch funktionieren.

Für alle, die des Englischen mächtig sind, gibts hier die Studie von Squaretrade als PDF.

[via]


titrat
01. Juni 2010 um 10:41 Uhr

Panasonic-Kameras sind nicht zuverlässiger, sie werden einfach weniger genutzt, da sie nicht so gute Bilder machen.

Diese Kameras werden auch nur von Wenignutzern gekauft, die keine Testergebnise gelesen haben, und die wenig Spaß am Fotografieren haben.

Und Billigkameras gehen so häufig kaputt, weil sie meist für Kinder und Jugendliche gekauft werden.

Ich würde zumindest meine Kaufentscheidung nicht von dieser Studie abhängig machen, dafür sind die Unterschiede zu gering und die Ursachen völlig außen vor.

besserwisser
26. Juni 2010 um 12:36 Uhr

Sehr interessant der Kommentar von titrat, nur völlig falsch. Wenn eine Kamera weniger verkauft wird, was bei den teureren Panasonic tatsächlich der Fall ist,ist die Wahrscheinlichkeit einer höheren Fehlerquote höher als bei Kameras, die häufiger gekauft werden – wenn dies nicht der Fall ist, spricht es eher deutlich gegen Canon und Co. Meine Empfehlung lautet: Augen auf, Panasonic hat offensichtlich das beste Qualitätsmanagement, während Casio und Canon tendentiell den Endverbraucher als Testkunden nutzen.